Familienbund der Katholiken
im Bistum Erfurt und im Freistaat Thüringen
Kindergeld muss wenigstens um 28 Euro steigen!
24.09.2008

Der Familienbund der Katholiken im Freistaat Thüringen hat die Landesregierung aufgefordert, sich für eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes einzusetzen. Dr. Frank Häger, Thüringer Landesvorsitzender des Familienbundes, erklärte: „Seit 2002 ist weder das Kindergeld noch der Kinderfreibetrag erhöht worden, während in dieser Zeit die Lebenshaltungskosten um über 18 Prozent gestiegen sind. Wenn die Bundesregierung jetzt eine Erhöhung des Kindergeldes um 10 EUR in Aussicht stellt, so ist dies eindeutig zu wenig.“

Der Familienbund fordert deshalb, den Kinderfreibetrag zum 1. Januar 2009 um rund 1000 Euro auf 6829 Euro anzuheben und das Kindergeld um 28 Euro für das erste bis dritte und 32 Euro für jedes weitere Kind zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommen die eigenen Berechnungen des Familienbundes zum Existenzminimumbericht.

Angesichts der derzeit diskutierten Zahlen zur Kindergelderhöhung befürchtet Häger, dass der Existenzminimumbericht, den die Bundesregierung in den kommenden Wochen vorlegen wird, die Lebenshaltungskosten für Kinder „künstlich niedrig rechnet“ und Eltern so die ihnen zustehende finanzielle Entlastung verweigert. Häger wörtlich: „Eltern haben ein Recht darauf, keine Steuern auf den Lebensunterhalt ihrer Kinder zahlen zu müssen. Das darf der Finanzminister nicht länger ignorieren.“

Von der Landesregierung erwartet Häger ein deutliches Signal an den Bund, dass die Bundesregierung ihrer Verantwortung für den Familienleistungsausgleich nachkommen möge. Nur so könne das, was Thüringen auf der Ebene der Infrastruktur für Familien tut, auch glaubwürdig in einem Gesamtkonzept wahrgenommen werden.

Häger erinnerte daran, dass erst kürzlich bei einer großen Umfrage nachgewiesen wurde, dass Eltern ihre erlebte Familienfreundlichkeit an der finanziellen Unterstützung festmachen. Nur so sei zu erklären, dass in Ostdeutschland die Zustimmung zu der Frage ‚Finden Sie, dass man als Familie mit Kindern in Deutschland gut leben kann?’ mit nur 56% deutlich niedriger ausfällt als im Westen (64%). Dieses Ergebnis mache deutlich, dass die - im Osten im Vergleich zum Westen sehr gute - Betreuungsinfrastruktur nur zu einem geringen Teil die Zufriedenheit von Eltern bzw. die erlebte Familienfreundlichkeit beeinflussen. Viel stärker mache sich diese Frage an der finanziellen Unterstützung fest, denn die Zustimmung steigt in Ost und West signifikant mit dem Familiennettoeinkommen.


 

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