Familienbund der Katholiken
im Bistum Erfurt und im Freistaat Thüringen
Elterngeld bedeutet für fast die Hälfte der Familien eine Halbierung der Förderung
29.10.2008

Katholischer Familienbund fordert Betreuungsgeld in Höhe von 300 EUR bis zum 3. Lebensjahr im Anschluss an das Elterngeld

„Fast zwei Jahre nach Einführung des Elterngeldes durch die Bundesregierung kann von einer Erfolgsgeschichte keine Rede sein. Die Umstellung vom ehemaligen Bundeserziehungsgeld zum Elterngeld bedeutet für fast die Hälfte aller Familien eine Halbierung der Förderung. In Thüringen erhalten 42,7 Prozent aller Familien den Mindestbetrag und so genau die Hälfte dessen, was sie nach der alten Regelung bekommen hätten.“ so kommentiert Dr. Kurt Herzberg, Landesgeschäftsführer des Familienbundes der Katholiken im Bistum Erfurt und im Freistaat Thüringen, die heute von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen vorgestellten Ergebnisse des Berichtes zum Elterngeld.

Herzberg sieht „starken Korrekturbedarf“ und analysiert, dass vor allem die Familien mit niedrigen Einkommen und Studentenhaushalte die Verlierer der Umstellung vom Erziehungsgeld auf das Elterngeld sind. Herzberg wörtlich: „Durch die Reduzierung der Bezugsdauer von 24 auf 12 bzw. 14 Monate haben viele dieser Familien im zweiten Lebensjahr des Kindes 3.600 Euro weniger in der Tasche. Angesichts der im Vergleich niedrigen Nettolöhne in Thüringen kommt die Familienförderung des Bundes faktisch hier nicht an. Die gigantische PR des Bundesfamilienministeriums um das Elterngeld hat in der Öffentlichkeit eine augenscheinliche Akzeptanz erzeugt, die die Negativbilanz der Rechtsänderung nicht wahrzunehmen scheint.“

Der Familienbund fordert von der Bundesregierung erneut eine Anschlussleistung in Form eines Betreuungsgeldes, das sich am Maßstab des früheren Erziehungsgeldes orientiert. Dieses Betreuungsgeld soll an alle Eltern bis zum dritten Geburtstag des Kindes gezahlt werden und monatlich 300 Euro betragen. „Ein Betreuungsgeld für alle Eltern ist ein wichtiger Schritt in Richtung Wahlfreiheit" ergänzt Herzberg.

Pressemitteilung als pdf hier.

siehe auch Stellungnahme des Deuschen Caritasverbandes


 

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